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Der Hof Mühlegg (Untermühlegg) "Bergrichter" in Familienbesitz

Laut Urkunde vom 15.04.1859 verfasst beim Gericht Taufers am 11. Juni 1859 unter fol. 1638 bis 1647 besitzt Johann Freiherr von Sternbach aus Bruneck das in der Gemeinde St. Johann liegende sogenannte Untermühlegg-Gut.

Kaufvertrag vom 8. April 1866
Kauf des Untermühlegg-Gutes für Matthias Innerbichler, geboren am 10. September 1808 und Anna Innerbichler, geboren am 25. Juli 1825 - verheiratet seit den 8. Februar 1859 - wohnhaft im Brugghaus (heute "Prater") von Johann Freiherr von Sternbach zu Bruneck.

Nach dem Hinscheiden von Matthias Innerbichler *10.09.1808 am 16. Juni 1888 wird das Mühlegg-Gut seiner Frau Anna Innerbichler, geb. Innerbichler, *25.07.1825 eingeantwortet.

Anna Innerbichler, geb. Innerbichler verstirbt am 13. Juni 1908.
Matthias Innerbichler, einziger und unehelicher Sohn, geboren am 23. Februar 1851 in St. Jakob in Ahrn ist somit der Erbe des Hofes. Er verehelicht sich mit Maria Kofler, vom Rutscher in Ahrn. Er verstirbt am 2. April 1935.

Ihnen folgt sein Sohn Matthias Innerbichler, geboren am 25. April 1896, verehelicht mit Rosa Mölg, geboren am 01.05.1901, als Erbe des Hofes. Seine Schwestern Anna, Rosa und Aloisia besitzen im Hause Wohnrecht, solange sie leben. Inzwischen sind alle Schwestern verstorben. Matthias Innerbichler verstirbt nach einem schweren Lungenleiden, zugezogen in der Kriegsgefangenschaft in Sibirien während des 1. Weltkrieges am 21. Juni 1959.

Seit 29. Juli 1959 ist sein älterer Sohn Franz Innerbichler, geboren am 07.04.1934 im Grundbuch als Besitzer eingetragen. Franz Innerbichler ist seit 22. September 1973 mit Martha Stolzlechner, *06.12.1946 verheiratet und haben die Kinder Matthias Innerbichler, *07.03.1975 und Julia Innerbichler, *15.09.1976.

In den Jahren 1964 bis 1969 wurde das Bergrichterhaus Erdgeschoss und im ersten Stockwerk saniert und ausgebaut.

Gastbetrieb
Seit 12. Juli 1969 ist das Bergrichterhaus ein Gästebetrieb und wird seitdem als solcher geführt. 1976 wurde das Dach mit Schindeln eingedeckt und die Hausfassaden gestaltet und von der Firma Peskoller in Bruneck gemalt.

1980 wurde das Futterhaus saniert und 1987 bezog die Familie das inzwischen sanierte Nebenhaus "Pfister" (zur Zeit des Berggerichtes Gefängniss mit Kerkermeister-Wohnung).

2004 wurden das erste und zweite Stockwerk umfassend saniert und umgebaut. Das Bergrichterhaus wurde erneut mit Schindeln eingedeckt und die Fassaden neu gestaltet. Es wurden sechs Ferienwohnungen für Gäste eingerichtet.

Zum Hof gehört auch eine kleine Kirche als Hofkapelle zum Hl. Johannes von Nepomuk. Dort wird am Patroziniumsfest, dem 16. Mai eines jeden Jahres ein Gottesdienst gefeiert, sowie auch seit 1986 an allen Tagen im Mai unter großer Beteiligung Maiandacht gehalten wird.

     

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